Holz ist rutschig?
Da wir uns erst in zwei Tagen mit den anderen Deutschen, die wir in Nelson und Motueka kennengelernt haben, treffen, (Wir wollen nämlich Weihnachten bis Silvester zusammen verbringen) mussten wir die letzten Tage etwas Zeit schichten. Dazu waren wir groß einkaufen, haben Geschenke verpackt (wir wichteln nämlich untereinander) und sind bisschen in den Catlins, die Region in der wir gerade sind, herum gefahren. Kurz zur Einordnung: Die Catlins sind ganz im Süden der Südinsel und hat insgesamt (!) 1200 Einwohner. Also hier ist wirklich nur Natur.
Da uns das von einem anderen Reisenden letztens empfohlen wurde, sind wir an den Curio Bay runter gefahren, da dort Delfine bis an den Strand schwimmen und man sie so vom Strand aus beobachten und bei gutem Wetter sogar mit ihnen schwimmen kann. Leider war’s bei uns gut kalt und die Delfine haben sich auch nicht blicken lassen. Gehört halt immer etwas Glück dazu aber wir sind ja noch länger hier, irgendwo sehen wir schon nochmal welche.
Weil es hier wirklich Unmengen an Wasserfällen gibt, haben wir auch hier wieder zwei angefahren.
Als erstes die sogenannten Koropuku falls. Da diese aber nicht so gängig von Touristen besucht werden und eher sowas wie ein Geheimtipp sind, gab es hier keinen richtigen Weg und man musste durch Matsch laufen und sogar teilweise mithilfe von Steinen den Fluss überqueren. Dafür war man gefühlt mitten im Dschungel und der Weg macht ja auch so erst richtig Spaß. Die Wasserfälle waren mega und vor allem war hier mal wieder niemand. Ich weiß nicht was ich mir gedacht habe, aber vorne lag ein großes Holzstück quer über dem Boden und jaja, Holz ist rutschig, ich weiß. Trotzdem dachte ich vielleicht kann ich den Fluss mithilfe des Baumstumpfes überqueren. Kann ich nicht…
Das Reinfallen war echt gut kalt aber tat nicht weh oder so und war wirklich eher lustig. Also ihr könnt darüber lachen, kein Problem. Da ich dann ja eh schon Nass war bin ich noch zum Wasserfall vor und habe mich drunter gestellt.
Umgezogen und damit wieder trocken ging es als nächstes zu den McLean Falls. Leider auf befestigterem Weg aber dafür waren die Wasserfälle am Ziel umso atemberaubender!
Einen letzten halt haben wir am Lake Wilkie gemacht, also einem See, um welchen man eine kleine Wanderung herum machen konnte. Das ging natürlich wieder mitten durch den Dschungel und der See sah auch sehr schön und friedlich aus, aber die Wasserfälle davor waren dennoch das Highlight.
Abends gab’s dann mal wieder richtig gutes Essen und da über den einen Tag lang die Sonne geschienen hat, haben wir uns einen Wecker auf 2 Uhr nachts gestellt um vielleicht Glück zu haben und Sterne zu sehen. Und tatsächlich war klarster Himmel und auch der Mond war nicht da, wodurch man wirklich so viele Sterne sehen konnte! Obwohl wir in einer Stadt waren (also mit so 200 Einwohnern) konnte man die Milchstraße deutlich erkennen. Mit der Handykamera konnte man das natürlich nicht einfangen aber wenn man selbst auf dem Foto schon so viele Sterne sieht, kann man ja grob einschätzen wie viele mehr es in Wirklichkeit waren.
















