Kann mich jemand zwicken? Ich glaube ich träume
Te Anau-Milford Sound – 10/02/2023
Am nächsten Morgen ging es für mich früh raus und nachdem ich noch schnell tanken war, los in Richtung Milford Sound. Alleine der Weg dorthin war schon atemberaubend, weshalb ich bei einem Aussichtspunkt auch kurz stehen geblieben und ausgestiegen bin. Sonst konnte ich, während des Fahrens, natürlich keine Bilder machen, jedoch gab es zwei Baustellenampeln, an welchen man jeweils um die 15 Minuten warten musste, was auch für Fotos ausgenutzt wurde.
Milford Sound, häufig als das achte Weltwunder bezeichnet, ist ein 15,7 km langer Meeresarm im Fiordlandnationalpark und gehört damit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es ist auf jeden Fall eines der Highlights in Neuseeland, weshalb ich mich für eine Bootstour entschieden habe, mit der ich den Ort entdecken kann. Und es war wirklich unglaublich! Ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie unglaublich schön die Natur ringsherum gewirkt hat. Beeindruckend fand ich vor allem, wie steil die angrenzenden Berge teilweise nach oben gingen! Aber auch die Robben und die vielen Wasserfälle haben das Bild nur bereichert. Obwohl ich Sonne und damit gutes Wetter hatte, war ich nicht zu 100{528c76b02947734648498655658981f02f572fa7f3e8325e3c5d89edab5e1190} zufrieden, da sich das Spektakel des Fjords, bei Regen verändert und ganz viele kleine, temporäre Wasserfälle auftauchen. Vereinzelt konnte ich, neben den zwei Hauptwasserfällen, kleinere entdecken, da es die letzten Tage geregnet hatte, jedoch nicht annähernd so viele, wie eben möglich wären. Also, ich will mich überhaupt nicht beschweren, weil es bei Sonne super schön war, wenn ich jedoch zufällig nochmal in der Gegend bin, würde ich mich auch über eine Bootstour bei Regen freuen. Nass bin ich jedoch trotzdem geworden, als der Kapitän mit dem Boot unter die Stirling Falls gefahren ist. Obwohl wir nicht direkt darunter standen war die Kraft des Wassers deutlich zu spüren und ich musste mich festhalten um nicht über Bord geweht zu werden. Die Regenjacke hat mir zwar nicht so viel gebracht und ich hab mich danach gefühlt als wäre ich baden gegangen, es war aber auf jeden Fall eine spannende Erfahrung!
Nach der Tour habe ich noch einen kleinen Rundweg gemacht, von welchem ich, genau wie vom Boot aus, die Bowen Falls, eine der imposantesten Wasserfälle Neuseelands, sehen konnte.
Und ich habe meinen ersten Bergpapagei gesehen. Der Kea, so wird er nämlich genannt, ist ein vorm aussterben bedrohter Vogel, der auf der Südinsel von Neuseeland wohnt. Ihm wird eine hohe Intelligenz zugeschrieben und er kann sogar in verschneiten Regionen überwintern.

Danach ging’s für mich ein Stück zurück, auf meinen nächtlichen Campingplatz. Ich habe mir also einen Platz ausgesucht und als ich vom Klo wieder gekommen bin, ist mir aufgefallen, dass ich direkt neben einem deutschen Pärchen geparkt habe, damit denen ich mich in Dunedin, im Hostel, schon unterhalten hatte. Beim gemeinsamen Abendessen haben wir uns richtig nett unterhalten und gegenseitig Tipps ausgetauscht.
Obwohl wir, als es dunkel wurde, ins Bett sind, habe ich die Nacht kaum geschlafen, was vor allem an der Kälte lag. Ich hatte wirklich meine komplette Kleidung, die ich dabei habe, an und trotzdem habe ich unglaublich gefroren. Dementsprechend war ich sehr dankbar, als es wieder hell wurde und die Sonne angefangen hat ihre Wärme zu verteilen.













