Die Sternenhimmelattrappe

Die Sternenhimmelattrappe

28/03/2023 – Piopio-Waitomo Caves

Nach einem langen Frühstück habe ich noch ein wenig in der Küche gesessen, als ein älteres Schweizer Pärchen herein gekommen ist und ich mich mit ihnen unterhalten habe. Da er aus dem deutschen Teil, sie aus dem französischen Teil der Schweiz kommen und nun seit vielen Jahren hier in Neuseeland leben, haben wir mit einem Mix aus den drei Sprachen geredet. Das lustige daran ist, dass ich Deutsch, aufgrund des schweizer Dialekts, am schlechtesten verstanden habe!

Gagen Mittag habe ich mich dann auf den Weg, zu den „Waitomo Caves“ gemacht, in welchen ich eine „Black Water Rafting“ Tour gebucht hatte. Meine Eltern waren, wie früher schon mal erwähnt, ebenfalls, in ihren jungen Jahren, in Neuseeland und haben eben diese bzw. eine ähnliche Tour gemacht und sie mir, seit mittlerweile Wochen, empfohlen. Irgendwann habe ich klein beigegeben und weil sie wirklich spaßig und cool klingt, habe ich sie gebucht. Recht aufgeregt bin ich also dort angekommen und nach kurzer Wartezeit wurden wir auch schon von unseren Tourguides, zwei Frauen um die 22 Jahre alt, abgeholt. Die beiden waren wirklich lieb und haben uns erstmal zu dem Start der Höhle gefahren, wo wir Neoprenanzüge, Helme und Gummistiefel bekommen haben und dann ging’s auch schon los!

Nach einer kurzen Einweisung bestand die erste Herausforderung aus dem Abseilen in die 36 Meter tiefe Höhle. Etwas Bammel hatte ich zwar schon, schnell hat sich dieser jedoch in Spaß umgewandelt. Als alle sicher unten angekommen sind, sind wir ein bisschen durch die Höhle, entlang an den Stalaktiten, Stalagmiten und den Glühwürmchen an der Decke, gegangen, bis wir bei einer kurzen Zipline ankamen. In vollkommener Finsternis sollten wir diese entlang fahren und wenn man dann laute Geräusche von sich gegeben hat, haben die Glühwürmchen an der Decke angefangen noch stärker, da sie denken, dass Fressen in der Nähe ist, zu leuchten. Wie unter einem leuchtenden Sternenhimmel is man also durch diese Höhle gefahren! Nach einer anschließenden kurzen Kekspause hat jeder einen Gummireifen bekommen, mit welchem wir erstmal ins Wasser gesprungen sind. Anschließend sind wir, darauf liegend durch die Höhle gepaddelt, bis unsere eine Tourguide meinte, wir sollen uns auf die Reifen legen, aneinander fest halten und sie zieht uns ein wenig durch die Dunkelheit. Erneut wie unter einem Sternenhimmel, ist man also durch diese Höhle gezogen worden, während sie uns ein paar Fakten über die leuchtenden Tiere erzählt hat. Unglaublich schön! Nach 20 Minuten ungefähr haben wir die Reifen wieder zurück gelegt, worüber ich fast dankbar war, da mein Nacken vom dauerhaften an die Decke starten, schon gut weh tat, und es ging zu Fuß weiter. Durch den Fluss sind wir weiter gewatet, kleine Felsen herunter gerutscht und haben mit dem hoch klettern eines Wasserfalls geendet. Nach ungefähr 3 Stunden in der Höhle war ich fast froh, wieder Tageslicht zu sehen und über die warme Dusche danach, war ich auch dankbar. Zurück bei dem Startpunkt der Tour gab es noch einen kleinen Snack und man konnte die Bilder kaufen. Diese waren mir jedoch zu teuer, weshalb ich nur welche mit Wasserzeichen habe. Das ist zwar ein bisschen blöd für euch aber es war wirklich teuer und ich habe die Erinnerung ja auch in meinem Kopf. Die Tour hat auf jeden Fall super viel Spaß gemacht und es hat sich allemal gelohnt!

Im Anschluss bin ich zu meinem nächtlichen Campingplatz gefahren und da der Tag erstaunlich ereignisreich und anstrengend war, bin ich schnell und fest eingeschlafen.

Die Kommentare sind geschlossen.