Ich glaube wir haben uns im Kontinent vertan
Die letzten drei Tage haben wir in Dunedin verbracht. Das ist eine wirklich große Stadt (120 000 Einwohner) für Neuseeland, im Bezirk Otago. Wahrscheinlich ist es auch eine Studentenstadt, da hier eine große Universität ist und man allgemein viele junge Leute gesehen hat.
Am ersten Tag haben wir uns nur ein bisschen die Stadt angeschaut und waren bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen um zu fragen ob sie einen Job für die nächste Woche (bis zum 23.12) für uns haben. Das ganze war aber eher schon mit wenig Erfolg angesetzt und dementsprechend waren wir jetzt nicht so überrascht, dass sie jetzt, kurz vor Weihnachten, nichts mehr für uns hatten. Also sind wir den Nachmittag nur ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben uns umgeschaut. Was uns dabei verwundert hat, waren die ganzen Menschen, welche in Robe und Hut (wie man sie aus Amerikanischen Filmen bei deren Schulabschluss kennt) herum gelaufen sind. Nach kurzem googeln hat sich heraus gestellt, dass Freitag deren letzter Schultag war. Zum schlafen haben wir einen Parkplatz in der Innenstadt gefunden, welcher nachts Camping umsonst erlaubt, was für uns natürlich mega praktisch war, da wir so nicht mehr aus der Stadt raus mussten.
Am nächsten Tag sind wir wieder Richtung Innenstadt gelaufen und haben dabei einen Farmersmarket gefunden und natürlich gleich angeschaut. Dieser war mal wieder richtig süß und man konnte sogar Brot kaufen, wie wir es aus Deutschland kennen. (Wäre mal eine willkommene Abwechslung zum ganzen Toast hier). Auf jeden Fall haben wir uns dort dann Frühstück geholt und dieses zur Live Performanz der Blasmusiker genossen.
Danach sind wir in die Kirche, welche aufgrund eines Feuers, gerade neu aufgebaut wurde und deshalb moderne Züge aufwies. Vor allem die Orgel hat uns begeistert und die Frau, welche in der Kirche arbeitet, hat uns erklärt, dass es eine der größten und besten Orgeln von Neuseeland ist. Ebenfalls interessant fanden wir das Kreuz, welches in dem Māori Stil gefertigt wurde.
Als wir aus der Kirche raus sind haben wir uns erstmal über die plötzlich gestiegene Anzahl an Menschen gewundert und da sie alle am Straßenrand standen und schienen als würden sie auf etwas warten, haben wir uns mal dazu gestellt. Kurze Zeit später hat man dann Dudelsack Geräusche gehört und im nächsten Moment kam ein Umzug an Menschen, ebenfalls wieder in Robe und Graduation-Hut, mit Dudelsack Spielern vorne weg, auf und zu. Anscheinend ist das hier so Brauch, dass man an seinem Abschluss durch die Straßen zieht und da die Stadt von einem Schotten gegründet wurde und damit Schottisch geprägt ist, mit Dudelsäcken und Schottenrock.
Da David für einen Freund Büchereiausweise sammelt, sind wir danach noch in die Stadtbücherei. Dort lagen mehrere Puzzle aus und da wir gerade nichts zu tun und Lust darauf hatten, haben wir uns dann die nächsten zwei Stunden dort hingesetzt und das Weihnachtspuzzle fertig gestellt.

Gegen Abend sind wir noch in das Schwimmbad der Stadt um dort neben dem baden natürlich, zu duschen und uns frisch zu machen, da wir abends uns mal das Nachtleben von Neuseeland, im besonderen von Dunedin, an schauen wollten. Dazu haben wir paar junge Leute gefragt welche Bars bzw. Clubs sie empfehlen und diese haben wir dann ausprobiert. Wir haben echt paar nette Leute kennen gelernt und was uns aufgefallen ist, ist dass sich die Musik quasi kaum von der, die man aus deutschen Clubs bzw. Bars kennt, unterscheidet. Und da wir ja quasi in der Innenstadt mit unserem Auto campen durften, mussten wir nicht mal weit zurück laufen :).
Am nächsten Tag sind wir dann noch ins Toitū Otago Settlers Museum. Wegen Weihnachten gab es hier ein Kinderspecial, bei welchem man ein Kreuzworträtsel ausfüllen musste. Haben wir natürlich gemacht und zwei Sticker gewonnen :). Aber auch sonst war das Museum mega interessant und super anschaulich gestaltet. Zu empfehlen falls man mal auf der Durchreise ist!













