Mama, Papa, es tut mir leid, aber hier ziehe ich hin!

Mama, Papa, es tut mir leid, aber hier ziehe ich hin!

Queenstown – 09.01.2023 & 10.01.2023

Heute hat der Wecker extra um 6 Uhr früh geklingelt, sodass wir sowohl in dem See Wakatipu unser morgendliches Bad nehmen, als auch vor der Check out Time (10 Uhr), duschen und frühstücken können. Leider hat das jedoch nicht geklappt, was aber nicht sehr tragisch war, da wir stattdessen einfach unten am See unser Müsli mit den geklauten Kirschen genossen haben. Den Rest des Tages haben wir damit verbracht in die Innenstadt von Queenstown zu fahren und jede vorhandene Zeitarbeitsfirma abzuklappern und nach einem Job zu fragen. Wir waren sogar in einem Hotel und haben uns dort direkt beworben. Da wir hierfür jedoch aktuelle Lebensläufe gebraucht haben, mussten wir uns für ungefähr 2 Stunden in einen McDonalds setzen um dort WLAN und Strom zu harzen.

Als wir endlich alle fertig waren, sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, haben dem Klavierspieler zugehört und uns vorne auf den Steg gesetzt und die Aussicht genossen. An dem Tag hat mich Queenstown einfach voll und ganz überzeugt, da gefühlt so ein Leben und eine freudige, fast aufgeregte Spannung in der Luft schwebte. Vor allem mit der untergehenden Sonne, die, die, sowieso schon positive Stimmung, in goldenes Licht tauchte, war der Abend perfekt und ich habe mich offiziell in die Stadt verliebt.

Am nächsten Tag sollten wir zu einem Vorstellungsgespräch in die Stadt kommen, wofür wir uns alle in unsere Jeans gequetscht haben, nur um dann ungefähr 5 Minuten dort zu sitzen und gesagt zu bekommen, dass sie nur Leute einstellen, die mindestens 3 Monate bleiben. Da wir jedoch nicht vorhaben unseren Sommer in Queenstown, in einem Hotel arbeitend, zu verbringen, haben wir uns bedankt und sind gegangen. Hat sich auf jeden Fall richtig gelohnt. Gleichzeitig hatte uns der Mann von Onestaff (eine der Zeitarbeitsfirmen) einen Job als Car Groomer angeboten, welchen wir, auch aufgrund des guten Gehalts, direkt zugesagt haben. Ursprünglich hatten wir alle bisschen Angst vor der Arbeitsstelle, da man Autos vom Flughafen hin und zurück fahren muss und wir uns unsicher waren ob wir das mit den großen Kia’s schaffen, weil wir noch Fahranfänger sind, aber manchmal muss man sich auch an neue Dinge heran trauen, um dann zu merken, dass diese gar nicht so schlimm sind wie man erwartet hat.

Den Abend haben wir wieder unten am See verbracht, mit schönstem Sonnenuntergang und einem Gemisch aus Angst und Vorfreude auf morgen.

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