Traumjob gefunden
Queenstown/Frankton – 11.01-15.01.2023
Nach, mit Sicherheit, zu wenig Schlaf, hat uns der Wecker um 7 Uhr früh aus dem Bett geklingelt und ungefähr 15 Minuten vor 8 Uhr waren wir bereit zum los fahren. Theoretisch braucht man für den Weg vom See unten bis zur Waschanlage von Ezi ungefähr 10 Minuten, wir hätten es also ohne Probleme geschafft, haben aber nicht mit dem vielen Verkehr gerechnet, der sich früh morgens anscheinend sowohl nach Queenstown rein, als auch aus der Stadt raus, staut. Also sind wir an unserem ersten Tag erstmal 5 Minuten zu spät gekommen, was uns allen natürlich mega unangenehm war, jedoch Ben, unseren Chef, anscheinend nicht wirklich gestört hat.
Wir haben dann als erstes, alle Warnwesten bekommen, und uns in den „Staff-room“ (Also in den Pausenraum quasi) gesetzt und das ganze Vertragszeug geklärt. Danach haben wir mehr oder weniger vollständige, uns wurde jedem teils unterschiedliche Dinge erzählt, Einweisungen bekommen und dann ging’s auch schon ans putzen.
Unsere Aufgaben waren:
- jeweils die rechte und linke Seite des Autos, mit einem Vakuum Staubsauger, saugen. Also sowohl die Fußräume und Sitze, als auch die Kaffeehalter und Seitentüren
- das komplette Glas von innen mit einem bestimmten Mittel putzen
- alles an Plastik mit einem anderen Mittel von Dreck befreien
- über die Rahmen, welche innerhalb des Autos, beispielsweise bei den Türen oder der Heckklappe, sind, drüber wischen
- den Papierkram fürs Auto machen (Kilometerstand, Nummernschild, Registrierung, nächsten geplanten TÜV, Reifenprofiltiefe und äußerliche Kratzer und andere Beschädigungen am Auto, eintragen)
- das Auto von außen mit einem Hochdruckreiniger abspritzen
- es mit Seife einseifen
- durch die Waschanlage fahren
- Fotos vom Auto machen
- wenn es einem gesagt wird, das Auto zum Flughafen fahren und dort ein dreckiges mit zurück nehmen, sodass der Ganze Kreislauf von vorne starten kann.
Weil wir aber Bedenken hinsichtlich des Autofahrens Richtung Flughafen geäußert haben, durften wir die ersten Tage nur putzen, was mit der Zeit gut nervig und anstrengend wurde. Ironischerweise mussten wir die Autos trotzdem durch die Waschanlage fahren und auf dem großen Parkplatz einparken, weshalb wir unsere Angst schnell abgelegt hatten. Unsere Supervisor hat dies aber anfangs leider noch nicht interessiert, aber die waren wahrscheinlich einfach froh, dass das mit dem Putzen schnell voran ging. Am dritten Tag durften wir dann endlich das erste Mal fahren und ab da wurde es, zum Glück, immer mehr. Das Gute ist dabei, dass man fürs Autofahren, wobei wir uns meistens sogar mit Bluetooth verbunden und unsere eigene Musik gehört haben, bezahlt wird. Und zudem waren die Autos super schön zu fahren, was vor allem eine angenehme Abwechslung zu Toni darstellte.
Während wir anfangs noch alle etwas schüchtern gegenüber den anderen Arbeitern waren, ist dies, ab dem 3ten Tag ungefähr, umgeschwungen und wir haben alle nur noch Quatsch gemacht. Aber da unsere Chefs auch mit gemacht haben, war das nicht dramatisch oder so, vor allem weil wir bei Stress alle wieder relativ konzentriert waren. Durch diesen Teamgeist und der lockere, freundliche Umgang untereinander, hat die Arbeit richtig Spaß gemacht und als wir das erste Mal einen Tag frei hatten, war ich wirklich traurig, alle heute nicht zu sehen.
Unsere Abende haben wir unten m See verbracht, wo wir fast jeden Tag den schönsten Sonnenuntergang genießen konnten. Anbei ein paar Beispiele.













