Ralph reist rum
Dunedin-Lawrence – 08/02/2023
Da meine Zimmernachbarn alle schon früh gegangen sind, hatte ich das Zimmer für mich alleine und konnte in Ruhe meine Sachen zusammen packen. Gegen 11:20 Uhr, ganz typisch Neuseeländisch eben, ist dann endlich mein Autoverkäufer aufgetaucht, hat meinen Rucksack eingepackt und zusammen sind wir auf deren Grundstück gefahren. Dieses ist 80 Ha groß und befindet sich auf dem sogenannten Sattel Hill, in der Nähe von Mosgiel. Von dort hat man einen super Blick auf die eben genannte Stadt und die Berge im Hintergrund.
Nachdem er mir das Auto gezeigt hat und ich meine Sachen eingeräumt habe, hat er mir noch einen Behälter mit Öl zum nachfüllen gegeben und ungefähr 100 mal beteuert, dass ich ihn jederzeit anrufen kann, wenn irgendwas mit dem Auto nicht passt. Dann hat er mir noch Tee angeboten, was ich natürlich nicht abschlagen konnte. Während ich den Blick genossen habe, haben wir uns über alles mögliche unterhalten und er meinte ich solle doch noch warten bis seine Frau heim kommt, da diese das Auto hauptsächlich gefahren ist und mich gerne kennen lernen würde. Also saßen wir weitere 20 Minuten da und haben geredet, bis der Sohn herein kam und meinte er bräuchte Hilfe. Wir sind also raus und haben ihm geholfen und weil es in dem Moment gerade nicht geregnet hat, sind wir auf den nahegelegenen Berg hoch, von welchem man einen noch beeindruckenderen Blick auf das Meer in Verbindung mit den Buchten und Steilküsten auf der einen Seite und die Stadt, mit der, direkt dahinter beginnenden, Bergkette, hatte. Ungefähr eine halbe Stunde standen wir dann dort oben, haben uns weiter unterhalten und ich war anders beeindruckt von dem Blick über dieses wunderschöne Tal. Nachdem wir dann noch kurz mit dem Hund spazieren waren, hat es wieder angefangen zu regnen und wir sind ins Wohnzimmer zurück. Dort hat er mir angeboten, dass ich die Nacht bei ihnen verbringen kann, das hab ich aber dankend abgelehnt weil ich aus Dunedin raus wollte. Daraufhin hat er mir angeboten, dass ich den Schlüssel von ihrem Ferienhaus in Lawrence haben kann. Da dies perfekt auf meinem Weg lag, hab ich dem Angebot zugesagt und er hat mir auf Google Maps gezeigt wie man dort hinkommt. Danach hat er mir noch gezeigt wie ich am besten fahren soll, wo ich einkaufen kann und wie ich zum Tunnel Beach gelange, den ich heute auch noch machen wollte. Obwohl gegen 16 Uhr, seine Frau immer noch nicht da war, sie musste irgendwie einspringen weil jemand kurzfristig krank geworden ist, hab ich mich dann verabschiedet, da ich noch gut Fahrt vor mir habe.
Der erste Zwischenstopp war der Tunnel Beach. Mithilfe eines süßen kleinen Spaziergangs kam man runter zum Strand und hatte dort einen super Blick auf Steine und das Meer. Und natürlich der Tunnel, durch welchen man durch musste um überhaupt an den Strand zu gelangen, war beeindruckend und hat sich gelohnt.
Gegen 20 Uhr bin ich dann ich Lawrence angekommen, hab den Schlüssel per Code aus dem Tresor geholt und es mir im Haus gemütlich gemacht. Kein Haus, eher eine Häuschen würde man wahrscheinlich dazu sagen, so tief wie die Decke hing, doch genau das hat irgendwie seinen Charme ausgemacht und wären da nicht so viele Spinnen überall gewesen, wäre es perfekt. Nachdem ich mir noch schnell Abendessen gemacht hatte, bin ich auch schon tot müde ins Bett gefallen.
Ach ja, ich habe jetzt offiziell mein erstes eigenes Auto gekauft. Ist auf jeden Fall ein komisches aber auch starkes Gefühl. Mit Ralph Siegfried, so habe ich das Auto nämlich genannt, bin ich jetzt auf jeden Fall nicht mehr alleine und habe immer einen Freund dabei. Jetzt fehlt nur noch ein weiterer Reisekaktus (ich glaube ich habe voll vergessen zu erwähnen, dass Carsten uns während der Zeit in Queenstown weggestorben ist. Eine kurze Schweigeminute an der Stelle: …
Danke :).






