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Diese Nacht war der komplette Horror und ich bin mir fast sicher ich habe höchstens 3 Stunden Schlaf bekommen. Dadurch, dass wir nämlich in den Bergen, also etwas höher gelegen, waren, hatte es in der Nacht Tieftemperaturen von 2 Grad, was in dem Zelt eindeutig viel zu kalt war. Als wir früh morgens aus dem Zelt raus sind, meinten sogar die Camper neben uns, die im Auto geschlafen haben, dass sie sich wundern, wie wir heute Nacht nicht erfroren sind. Daraufhin haben wir uns richtig nett mit ihnen unterhalten und als wir fahren wollten haben sie uns sogar noch Brot geschenkt.

Immernoch komplett durchfroren, sind wir an dem nächsten Picknick Spot raus gefahren und haben uns dort in die Sonne gestellt. Dort habe ich auch nochmal eine halbe Stunde Powernap gemacht, bevor wir den Tag richtig beginnen konnten.

Unser erstes Ziel war die „Swing Bridge“ (die längste Hängebrücke Neuseelands). für welche man aber, nur fürs darüber laufen (!), 10 $ zahlen muss und das war es uns dann doch doch nicht wert. Also sind wir weiter zu den „Maruia Falls“. Diese waren wirklich beeindruckend und wir saßen gut lange auf den Steinen dort, haben den Wasserfall beobachtet und kleine Türmchen gebaut. Gerade als wir gehen wollten, kam eine Hummel und hat mich aus dem nichts (und ich habe wirklich nichts gemacht) in meinen hinteren, oberen Teil des Oberschenkels gestochen. Bodenlos.

Unser nächster Stop war der „Lake Rotoroa“, an welchem wir ursprünglich schlafen wollten. Dort waren jedoch so viele Sandfliegen, dass wir unser Frühstück abgebrochen haben und schnell weiter, zu dem See Rotoiti, gefahren sind. Dort haben wir ein bisschen vor uns hin gedöst, wir mussten schließlich Schlaf von heute Nacht nachholen, und haben, juhu, Mamma Mia geschaut. (Und nein, der Film hängt uns nicht zum Hals raus, dass könnte er niemals. Aber ja, wir können ihn mittlerweile mitsprechen)

See Rotoroa
See Rotoiti

An demselben See haben wir noch Abendessen gemacht, was auch super geklappt hat, bis wir von einer Horde von Enten angegriffen wurden. Tatsächlich kamen 12 (ich hab sie gezählt!) Enten auf uns zu und wollten unser Essen klauen, sodass ich ihnen, mit einem Holzlöffel auf dem Topf herumschlagend, hinterher gerannt bin. War bestimmt ein lustiges Bild für alle Außenstehenden.

Leider hatten wir die Zeit etwas aus den Augen verloren und es wurde plötzlich dunkel, weshalb wir uns beeilten um unser Zelt noch im einigermaßen Hellen aufbauen zu können. Tatsächlich haben wir das sogar geschafft, doch als wir aufs Klo wollten, ist uns aufgefallen, dass hier kein Klo ist und wir dementsprechend nicht auf dem richtigen Campingplatz sind. Stattdessen waren wir mitten in einem Naturschutzgebiet, in welchem es uns, wenn man uns erwischt, 10 000$ Strafe wegen illegal campen kosten würde. Das war uns dann doch etwas zu riskant und wir haben uns dazu entschieden noch zum richtigen Campingplatz zu fahren. Weil wir jedoch faul sind, hatten wir natürlich keine Lust das Zelt wieder ab und dann auf zu bauen, also haben wir kurzerhand die Heringe raus gemacht, das Fenster des Autos runter gelassen und Sophie hat es aus dem Fenster raus, festgehalten. Ich musste also super langsam und super weit rechts fahren und dennoch haben wir jeden dritten Baum gestriffen und einmal sogar die Regenplane verloren, sodass Sophie aussteigen und sie holen musste. Wir haben es aber tatsächlich lebend auf den richtigen Campingplatz geschafft und ich glaube ich habe noch nie so viel gelacht wie in dieser Situation! Ach ja, und unser Zelt lebt auch noch, also alles gut.

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