Der Stille zuhören
Auch heute bin ich wieder früh aufgestanden. Als ich jedoch los fahren wollte, war meine Windschutzscheibe von außen tatsächlich ein bisschen vereist. Kein Wunder, dass es trotz 2 Schlafsäcken heute Nacht so kalt war!
Auf jeden Fall ging es für mich wieder auf eine Wanderung, nämlich den „Upper and lower Tama Track“, welcher mich durch weite, gerade Landschaft durch den Nationalpark geführt hat. Tatsächlich war ich ein wenig enttäuscht, da es keine besonders anstrengende Wanderung war, mit kaum Höhenmeter, und, zumindest bis kurz vor Ende, mit nicht unbedingt dem besten Blick. Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach verwöhnt von den ganzen anderen Wanderungen mit ihren jeweiligen atemberaubenden Aussichten..
Kurz vor Ende, beim Ziel, also den zwei Vulkanseen, wurde es aber dann doch noch besser und es ging sogar nochmal 500 Meter steil nach oben. Von hier war der Blick tatsächlich richtig schön, was mich persönlich aber viel mehr beeindruckt hat, war der Fakt, dass wenn ich ganz still nur da gestanden und mich auf die Geräusche der Umgebung konzentriert habe, hat man nichts gehört. Also wirklich nichts! Kein Tier, keinen Menschen (immerhin war es auch erst 8 Uhr früh) und auch nur ganz selten ein bisschen Wind. Es herrschte wirklich komplette Stille, was mich sehr fasziniert hat.
Auf dem Rückweg habe ich noch einen kurzen Abstecher bei einem Wasserfall gemacht und nach fast 17 Kilometern war ich zurück am Auto.

Der Fluch und Segen des frühen Aufstehens ist, dass die Zeit, so fühlt es sich zumindest an, viel langsamer vergeht und so war ich gegen 11 Uhr Vormittags mit meinem Plan für den Tag fertig und habe mich, in Folge dessen, dazu entschieden weiter zu fahren. Mit Zwischenstopp bei einem Wasserfall, mit tollstem Blick auf einen Schneebedeckten Berg im Hintergrund!, bin ich, im Anschluss, weiter nach „Whanganui“ gefahren.
Dort bin ich an den Strand, wo, genau als ich mit Essen fertig war, Max und Marc (einer, den Max in Queenstown kennen gelernt hat, als ich noch in Dunedin, auf Autosuche, festgesessen bin, und mit dem er jetzt für 2 Monate zusammen reisen wird) plötzlich, man bemerke ungeplant!, aufgetaucht sind. Anscheinend hatten wir, unabhängig voneinander, alle die gleiche Idee, den Sonnenuntergang am Strand anzuschauen. So groß ist Neuseeland wohl doch nicht..
Es war auf jeden Fall sehr schön Max wieder zu sehen und Marc kennen zu lernen und nachdem es dunkel geworden ist und wir uns über die Neuigkeiten ausgetauscht haben, sind wir auf unseren nächtlichen Campingplatz gefahren. Einen Parkplatz, auf welchem man über Nacht auch kostenlos schlafen kann, solange man ab 8 Uhr Morgens, des nächsten Tages, wieder weg ist. Das sollte jedoch kein Problem darstellen.













