Auf Smaragdjagd
Endlich wandern!
Heute soll das Wetter einigermaßen gut werden, weshalb ich mich für das Shuttle, da das Crossing, welches auf dem Plan stand, nämlich eine 19 Kilometer lange One-Way Wanderung ist, angemeldet habe, um 6 Uhr früh aufgestanden und zum Parkplatz, wo ich eben abgeholt werden sollte, gefahren bin. Die Wanderung passiert die Vulkanlandschaft des aktiven „Mount Tongariro“ und einen Teil des „Mount Ngauruhoe“. Diese Aktivität der Vulkane ist, während des Laufens, anhand der abgekühlten Lavaströme, der Löcher im Boden, welche aufgrund von herunter fliegenden Felsbrocken entstanden sind, und auch der, durch die verschiedensten Mineralien, bunt bzw. ungewöhnlich gefärbten Steine, gut zu erkennen.
Da ich alleine bin hat mich der Shuttle-Fahrer nach vorne gesetzt, damit ich keinen Doppelsitz blockiere. Das fande ich ein bisschen gemein aber dafür konnte ich mich, auf der Fahrt, mit ihm unterhalten und er hat mir recht viele interessante Fakten über das Crossing, welches er seit 39 Jahren macht, erklärt. Nach ungefähr 30 Minuten konnte man den Vulkan das erste Mal sehen und kurz darauf waren wir auch schon da und es ging los.

Direkt am Anfang hatte man einen super, sogar noch wolkenlosen, Blick auf „Mount Ngaūruhoe“ mit Sonnenaufgang. Recht schnell sind jedoch Wolken aufgezogen, welche den Blick undurchsichtiger gemacht und die Temperatur stark herunter gekühlt haben. Tatsächlich war ich zwar darauf vorbereitet, dass es kalt wird und hatte dementsprechend viele Schichten an, mit dem Wind, der oben noch dazu kam und mindestens nochmal 5-10 Grad Unterschied ausgemacht hat, habe ich jedoch nicht gerechnet und bin fast erfroren. Nein Spaß, so schlimm war es auch nicht, aber sagen wir so, ich war sehr dankbar, für meinen schlauen Einfall, meine Kuschelsocken als Handschuhe mit zu nehmen, sonst hätte ich jetzt wahrscheinlich den ein oder anderen Finger weniger..
Immer mal wieder ist es ein bisschen aufgeklart, sodass zumindest zeitweise einen schönen Blick auf die weite Landschaft hatte. Ungefähr bei der Hälfte passiert man die sogenannten „Emerald Lakes“, also „Smaragdseen“ auf Deutsch, welche ihrem Namen, der smaragdgrünen Farbe zu verdanken haben und aus drei kleinen Kraterseen, auf 1700 Meter Höhe, bestehen.
Auf dem letzten Stück zum Auto, bin ich noch bei einem Wasserfall vorbei und gehen 12:30 Uhr Mittag war ich dann auch schon wieder beim Auto. Tatsächlich war ich überrascht und enttäuscht, wie schnell ich am Ende mit der Wanderung fertig war, da sie überall als so unglaublich anstrengend und gefährlich ausgeschildert ist. Aber das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass sie von so vielen Menschen gemacht wird und man dementsprechend noch mehr Verletzte, vor allem aufgrund von Unerfahrenheit, vermeiden will. Und beeindruckend und faszinierend war sie dennoch alle Mal, alleine durch den Fakt, dass es so ungewöhnlich ist.
Zurück bei meinem Free Campingplatz habe ich noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald gemacht und auf dem Weg sogar noch eine Raftingtour beobachten können.


















