Tauriel!?
02/04/2023 – Taupo-Rotorua
Verwirrt bin ich heute um 5 Uhr aufgewacht und habe mich schon gewundert, warum es schon so hell ist, was, wie Sophie und mir gegen Nachmittag aufgefallen ist, an der Zeitumstellung heute Nacht lag. Das haben wir ja mal wieder super mit bekommen! Ich meine, ich wusste, dass sie irgendwann im April kommen wird, aber mit heute Nacht hatte ich nicht gerechnet.
Recht lange saß ich also draußen in meinem tollen neuen, umsonst bekommenen, Campingstuhl und habe gewartet, dass Sophie aufwacht. Irgendwann kam plötzlich ein, recht alt aussehendes, Auto auf dem Campingplatz gefahren und die Frau, die darin saß, hat ihr Fenster herunter gemacht und Dinge wie „Fuck off“ oder „Go home“ geschrien. So haben sie eine kleine Runde gedreht und dann waren sie auch schon wieder weg. Obwohl es nur so kurz war, hat es irgendwie einen bleibenden Eindruck gelassen und ich habe mich tatsächlich ein bisschen schlecht gefühlt. Vielleicht hat es mich aber auch nur so getroffen, weil man das sonst hier nicht wirklich erlebt und alle einen nett und zuvorkommend aufnehmen bzw, empfangen. War irgendwie eine komische Situation, aber immerhin war Sophie danach wach und wir konnten in den Tag starten.
Als erstes sind wir auf den Sonntags-markt und haben uns die Stände angeschaut und gegessen. Vor allem letzteres huch. Es gab jedoch einen Stand, den wir besonders toll fanden, dort hat nämlich ein Künstler, aus Schallplatten Musiker bzw. Bandnamen geschnitzt bzw. gefeilt und das sah wirklich mega toll aus! Da hätte ich tatsächlich gerne eine mitgenommen aber da die sehr zerbrechlich sind, hätte sich das wahrscheinlich nicht gelohnt und sie wären, spätestens auf dem Flug, kaputt gegangen. Kurz bevor wir gehen wollten, habe ich einen Kakteen Stand entdeckt und mich in den einen kleinen Kaktus verliebt. Darf ich vorstellen? Mein neuer Freund Cornelius! :).
Im Anschluss haben wir noch den See Taupo (der mit 616 km2 größte See Neuseelands) angeschaut und danach ging es für uns zu den „Huka Falls“.
Weil wir jedoch etwas viel Zeit auf dem Markt verbracht haben, mussten wir hier schnell wieder los, um nicht den Damm in der Nähe zu verpassen. Das Besondere bei diesem ist nämlich, dass um 10, 12 und 14 Uhr die Tore geöffnet werden, wodurch für 15 Minuten ein reißender Wasserfall entsteht, bis er, ohne die nötige Wasserzufuhr wegen der erneut geschlossenen Tore, wieder versiegt. Mit einem kleinen Sprint zum Lookout haben wir es tatsächlich geschafft und haben sogar noch die drei Sirenen (5, 2 und 1 Minute davor) gehört. Es war wirklich beeindruckend, wie schnell dieser Wasserfall entstanden bzw. auch wieder verschwunden ist und tatsächlich hatten wir Glück, und die Sonne ist heraus gekommen, wodurch das Wasser in hellblauer/ türkiser Farbe geglitzert hat. Mir kam dieser Wasserfall tatsächlich bekannt vor, wie wir später erfahren haben, liegt dies mit Sicherheit daran, dass hier eine Szene für die Hobbit Filme, genauer gesagt die Fässerflucht, gedreht wurde.
Im Anschluss haben wir Taupo den Rücken gekehrt und uns auf den Weg nach Rotorua gemacht. Allerdings mit einem weiteren Zwischenstopp bei den „Carisone Creeks“, einer zugänglichen Vertiefung in einem Fluss, bei der das Wasser, aufgrund der vulkanischen Aktivitäten rund herum, warm ist! Für mich klang das irgendwie extrem surreal aber tatsächlich hat man sich gefühlt wie in einer Badewanne. Der einzige Unterschied bestand darin, dass es hier nach Schwefel gerochen hat und man danach nochmal duschen sollte.
Um also den Schwefelgeruch sowohl aus uns, als auch aus den Klamotten raus zu bekommen, sind wir auf einen Campingplatz zum duschen gefahren. Damit hatten wir natürlich auch eine Küche mit Ofen und wir haben, was soll man auch anderes erwarten, Brot gebacken!












