Ich komm mir vor wie im Film..
Vom 16 bis zum 18 November haben wir ein bisschen unseren Kultursinn gepflegt und uns die, mit ca 340 000 Einwohnern, größte Stadt der Südinsel, Christchurch, angeschaut. Allgemein ist diese eine echt tolle Stadt und vor allem das Zentrum ist super schön angelegt. Überall findet man so zum Beispiel Parks und kleine Grünanlagen. Obwohl es eine Großstadt ist und auch viele Menschen unterwegs waren, hat es sich durch das ganze Grün weniger so angefühlt. Was auch interessant war, ist der Architekturstil in der Stadt, der sich pro Haus extrem unterscheidet. Da steht dann ein neugotisches Haus neben dem herunter gekommen Haus von 1850 neben dem modernen Flachhaus aus dem jetztigen Jahrzehnt. Wir sind uns nicht sicher aber vielleicht liegt das an dem schlimmen Erdbeben, was Christchurch 2011 heimgesucht hat.
Unser Stadttrip hat mit einem kleinen planlosen Spaziergang durch die Innenstadt begonnen, wo wir so süße, alte Straßenbahnen gefunden haben. Diese kann man buchen und mit denen eine Stafttour machen. Leider sind diese jedoch relativ teure aber weil wir schlau sind, sind wir einfach den Schienen hinterher gelaufen da man ja so eigentlich alles wichtige sehen müsste. Das wurde dann aber relativ schnell langweilig und wir sind durch den nächstgelegenen Park. Eigentlich wollten wir uns daraufhin den angrenzenden Botanischen Garten anschauen aber in dem Moment haben uns Max und Lucie angerufen und gefragt ob wir uns bei so einem Cookie laden treffen wollen. Die beiden hatten nämlich gerade ein Auto gekauft und wollten das ein bisschen feiern. Wir stimmten zu und machten uns auf den Weg in die richtige Richtung. Dabei kamen wir an einer Traube an Menschen vorbei und auf zweiten Blick konnten wir erkennen, dass dort gerade eine Szenen für einen Film abgedreht wurde. Wir sind natürlich stehen geblieben und haben uns das Ganze mit angeschaut (David ist sogar hinten rein gelaufen und hofft jetzt, dass man ihn ganz klein als schwarzen Punkt im Hintergrund sieht) und sogar einen der Helfer gefragt worum es in dem Film geht. Ist anscheinend ein Neuseeländisches Drama, mal schauen ob wir den Film finden. War auf jeden Fall interessant zu sehen wie so eine Szene gedreht wird und vor allem wie aufwendig das ist obwohl sowas im Film dann höchstens um die 15 Sekunden an Zeit einnimmt.
Der Cookieladen war direkt in einer großen Foodmale und ich schwöre, wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte, dann flieg ich nach Neuseeland und kaufe alles was ich in dieser Male zu Essen finde! Da wir aber bisher nicht im Lotto gewonnen haben, mussten wir uns mit einem Crêpe und einer Waffel zufrieden geben. Aber die waren ehrlich gut!
Während wir beides gegessen haben, kam die Filmcrew wieder an und hat eine weitere Szene gedreht, die wir erneut gespannt beobachtet haben. Danach sind wir einmal durch den botanischen Garten gelaufen, aber da es schon ungefähr 17:30 war, waren die Häuser, in welchen man Pflanzen anschauen konnte, geschlossen und man konnte nicht so viel sehen. Was uns aber ganz gut in den Zeitplan passte, da wir bei einem, um 18 Uhr startenden, Lauf zuschauen wollten. Ursprünglich wollte ich sogar noch mit laufen aber das ging dann von der Anmeldung her leider nicht mehr :(. Hat aber auch Spaß gemacht zuzuschauen und vor allem der Fotograf war von unserer Motivation begeistert, weshalb wir die ganze Zeit als Hintergrundmotiv her halten mussten.
Am nächsten Tag sind wir dann ins Canterbury Museum, in dem wir viel über die Maori Kultur, die Geschichte Neuseelands, die Arktisexpeditionen und vieles Meer gelernt haben. Das war auf jeden Fall super interessant und es ist wirklich schön gemacht! Da das Museum direkt beim Botanischen Garten steht, haben wir daraufhin dort Mittag gemacht und haben uns diesen danach nochmal entspannt angeschaut.Das eine „Gewächshaus“ hat aufgrund der Bauweise und der großen Glasflächen, dabei voll an den Kristallpalast erinnert, das fand ich toll. Vor allem der Rosengarten war, genau wie in Blenheim, mal wieder das Highlight! Daraufhin sind wir nochmal zurück Richtung Foodmale gelaufen um uns ein Städtetrip-obligatorisches Eis zu holen.
Da es am nächsten Tag aber leider geregnet hat, konnte man nicht so viel machen und wir sind nur in die Art Gallery gegangen. Auch diese war wieder super interessant und am Ende konnte man mit Magneten ein eigenes Kunstwerk erstellen.
Was mich außerdem an der Stadt beeindruckt hat, waren die vielen Graffiti. Jedoch waren dies keine geschmierten Tags oder ähnliches, sondern richtige Kunstwerke. Teilweise auch in einer Größe, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass diese illegal unbeobachtet dort angebracht wurden und dass, das Ganze eher in Zusammenarbeit mit der Stadt passiert ist. Was ich mega cool fand, da die Graffiti teilweise echt beeindruckend aussahen.
Jetzt folgt noch eine Fotoreihe von den letzten Tagen, da es sonst zu kompliziert und zu voll geworden wäre:































