Einmal Seele baumeln lassen, bitte

Einmal Seele baumeln lassen, bitte

Nach dem Aufstehen habe ich mich schnell fertig gemacht, einfach weil ich es angenehmer finde, recht bald anzufangen zu laufen und damit auch früh am Ziel zu sein. Weil es, genau als ich los wollte, angefangen hatte zu regnen, habe ich, professionell vorbereitet wie ich bin, meine Regenjacke und meinen Regenschutz für den Rucksack ausgepackt und mich dem nassen Wetter gestellt. Einmal ausgepackt hat es natürlich schnell wieder aufgehört zu regnen, aber darüber beschwert man sich nicht.

Auch auf dem Weg konnte man wieder sehen, was der starke Regen mit der Natur angestellt hat. Des Öfteren kamen so ganze Bäume den Hang herunter, die nun unschön in Mitten des Waldes liegen.

Frühstück habe ich an einem einsamen Strand gemacht und den Ausblick/das Meer genossen. Die Blicke wurden auch, auf dem Rest der Wanderung, nur besser und beeindruckender. Das Einzige kurze Problem bestand darin, dass ich mich für die „low tide“ (also Ebbe) Route entschieden hatte. Da diese aber schon vor ungefähr einer Stunde war, ist das Wasser langsam in die große Bucht geflossen, weshalb ich ab einem bestimmten Punkt, meine Schuhe ausziehen musste. Das wäre an sich jetzt nicht so schlimm gewesen aber dort lagen super viele scharfe Muscheln herum, die mir, mit Leichtigkeit, den Fuß hätten aufschneiden können. Das wäre super schade gewesen, da die Wanderung danach natürlich gelaufen wäre, aber auch hier hatte ich Glück. Kurz nach Mittag bin ich schon auf meiner nächtlichen Hütte angekommen und nach einem kurzen Mittagessen habe ich mich auch hier wieder an den Strand gelegt und war baden.

Gegen Abends bin ich dann noch mal los um mir die „Kleopatra Pools“ anzuschauen. Wegen eines großen Erdrutsches, ausgelöst, natürlich, wieder durch Regen, wurde die Brücke, die den Weg verbindet zerstört und man musste durchs Wasser laufen. Dieses war gut tief und die nassen Steine recht rutschig, weshalb ich, ein paar mal, fast unfreiwillig baden gegangen wäre. Glücklicherweise konnte ich mich aber jedes mal noch fangen. Die Pools waren tatsächlich nicht so beeindruckend wie ich sie mir vorgestellt hatte, es war aber trotzdem ein schöner Spaziergang.

Während die Abendstunden verstrichen, hab ich mich in die Hütte gesetzt und bei schönstem Ausblick Tagebuch geschrieben, bis es angefangen hat zu dämmern und alle ihre Betten aufgesucht haben.

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