Ach du kacke, jetzt haben wir ein Auto an der Backe

Ach du kacke, jetzt haben wir ein Auto an der Backe

Das Auto war unser eigentlicher Grund nach Blenheim zu fahren, da wir am Mittwoch Abend um 18 Uhr unsere Probefahrt haben sollten. Also haben wir uns gegen 17:15 aufgemacht und sind, eher mehr als weniger aufgeregt, Richtung Treffpunkt gelaufen. Der Verkäufer war echt nett und hat uns alles ums Auto erklärt und hatte auch kein Problem damit, dass wir ein bisschen gebraucht haben um unsere Strichliste abzuhaken (schließlich ist es das erste Auto was ich je gekauft habe). Nachdem wir äußerlich keine Auffälligkeiten an dem Auto gefunden haben, sind wir mit dem Auto Probe gefahren. Erst sollte er ein Stück fahren, damit wir uns das Auto konzentriert bisschen während der Fahrt anhören und anschauen konnten (wegen Linksverkehr und so) und dann ist David noch ein bisschen gefahren um auch davon noch ein Bild zu bekommen. (ursprünglich sollte ich fahren aber ich Hänger hab meinen Geldbeutel, indem natürlich mein Führerschein ist, in Nelson vergessen. Zum Glück hat den jetzt ein Freund von uns und bewahrt ihn sicher auf. Peinlich und dumm war es natürlich trotzdem.) Nach der Probefahrt ging es dann ums Geld und der Verkäufer meinte er würde uns das Auto für 4.500 Dollar geben, was eigentlich 500 Dollar über unserem Höchstangebot lag. Das haben wir ihm auch so kommuniziert und er meinte als letztes Angebot geht er auf 4.400 Dollar runter. Da es immer noch weit über unserer Schmerzensgrenze lag, meinten wir, wir wollen eine Nacht drüber schlafen und wir schreiben ihm morgen wieder. Über den Abend haben wir und dann verschiedene Meinungen eingeholt und bisschen drüber nachgedacht und uns am Ende dazu entschieden morgen nochmal mit ihm zu telefonieren um ihn da noch ein bisschen vom Preis runter zu bekommen und es dann zu kaufen. Das Problem ist nämlich, dass die Busfahrten nach Nelson (wegen dem Geldbeutel) und dann nach Christchurch (größte Stadt auf der Südinsel, wo es damit auch die meisten Autos zu kaufen gibt) mindestens 300 Dollar kosten würde und dann ist ja nicht mal sicher ob wir dort überhaupt was preiswertes finden.

Am nächsten morgen haben wir also Dale (so heißt der Verkäufer nämlich) getextet und ihm gefragt ob wir telefonieren könnten. Da dieser aber wieder arbeiten muss, meinte er, dass es erst Abends um 18 Uhr geht. Also haben wir bis dahin unseren Blenheim Spaziergang (siehe vorheriger Blog) gemacht und ihn dann um die angesprochene Zeit angerufen. Mithilfe unserer Verhandlungskünste haben wir ihn dann noch um 50 Dollar vom Preis senken können und uns das Auto dann für 4350 Dollar gekauft. Nachdem er die Bestätigung fürs ausfüllen vom Verkaufvertrag geschickt hat, haben ihr ihm das Geld überwiesen. Da man aber nur 2000 Dollar an einem Tag überweisen kann, mussten wir noch zu einem Automaten laufen und uns 350 Dollar mit der Kreditkarte in Bar raus lassen. Dann haben wir noch ein paar Dokumente ausfüllen müssen und dann hieß es hoffen, dass das mit der Übergabe am nächsten Morgen auch klappt. Also, nächster Morgen um 8 Uhr, wir stehen aufgeregt draußen und warten, dass er kommt. Er natürlich, typisch Neuseeländisch, 15 Minuten zu spät, da er uns noch ein Fixing Spray kaufen wollte, der Laden aber nicht offen hatte. Wir waren aber erstmal glücklich, dass er gekommen ist und sind dann zusammen nochmal zu dem Geschäft gefahren, wo er uns das Spray netterweise und von sich aus mit gekauft hat. Danach sind wir zu ihm nach Hause gefahren (da er ja sonst heim laufen müsste), haben dort noch einen Vertrag unterschrieben und haben dann die Schlüssel fürs Auto in die Hand gedrückt bekommen. Wir haben uns einfach ein Auto gekauft!?

Nachdem wir noch bei der Post waren und es offiziell überschreiben lassen haben, gehört es jetzt offiziell und ganz uns und wir drücken alle Daumen, dass es uns die nächsten Monate so wenige Probleme wie möglich macht.

Da wir ja noch nicht genug Geld an dem Autokauftag ausgegeben haben, sind wir weiter ins Warehouse gefahren und haben uns so die wichtigen Dinge wie Decken und Essen für die nächsten Tage und die unwichtigeren Dinge wie Lichterkette und Musikbox gekauft. Danach haben wir mindestens 10 verschiedene Second hand shops abgeklappert um eine Matratze zu finden, haben aber leider keine passende gefunden, weshalb wir heute Nacht quasi auf dem Boden schlafen mussten. War aber nicht allzu schlimm und es ist trotzdem irgendwie cool in unserem EIGENEN Auto aufzuwachen.

Freitag Abend (also Tag des Kaufes) waren wir dann noch zur Feier des Tages asiatisch im „Bamboo Garden“, welchen uns Dale auf Nachfrage noch empfohlen hatte, essen und es war wirklich extrem lecker! Danke an Papa an der Stelle fürs ausgeben 🥰

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